Pumpstand an einer Vakuumkammer
Auslegung des Pumpsystems

Rechner zur Auslegung einer Vakuumpumpe

Vorläufige Auslegung des tatsächlichen Saugvermögens anhand von Kammerdaten, Prozesszeit, Gaslast, Leitwert und Katalogdaten.

Technisches Modell

Methode zur Pumpenauslegung wählen

Der einfache Modus schätzt die Last aus Kammermaterial und Dichtungen. Im erweiterten Modus können Mess- und Katalogdaten eingegeben werden.

Kammer

Volumen, Material und Dichtungsart angeben.

l

Verbindung zur Pumpe

Die Rohrabmessungen bestimmen, wie viel Saugvermögen tatsächlich an der Kammer ankommt.

mm
mm

Prozessziel

Vakuumniveau, Zeit und zulässige Pumpentechnologie wählen.

mbar
min
Reinheitsanforderung
Wie werden Kammer und Dichtung geschätzt?

Die Oberfläche wird für eine würfelförmige Kammer geschätzt. Die Dichtung entspricht einer Türdichtung mit etwa 5 mm Querschnitt. Bei ungewöhnlicher Geometrie den erweiterten Modus verwenden.

Schema des ausgelegten Vakuumsystems Kammer — Rohr — Volumen: — l Pumpe —
Orange kennzeichnet eine Dichtung:—
Berechnungsmethode

Von Prozessanforderungen zu Pumpendaten

Das Modell trennt den transienten Abpumpbedarf von der stationären Gaslast, die den Enddruck begrenzt.

01

Kammerbilanz

Die Gleichung V·dp/dt = Q − S·p wird gelöst; Ausgasung, Leckage und Prozessgas beeinflussen Zeit und erreichbaren Druck.

02

Leitwert

Die vollständige Knudsen-Gleichung berücksichtigt die Druckabhängigkeit und unterscheidet laminare, Übergangs- und molekulare Strömung.

03

Zwei Pumpstufen

Unter 10⁻³ mbar werden Vor- und Hochvakuumstufe getrennt ausgelegt; die Vorpumpe kann zusätzlich anhand des maximalen Durchsatzes der Hauptpumpe geprüft werden.

04

Herstellerkennlinie

Der Nennwert wird mit dem tatsächlichen Saugvermögensanteil am Betriebspunkt korrigiert und kann so mit einer konkreten S(p)-Kennlinie verglichen werden.

Technische Grundlage

Quellen und Methoden der Vakuumtechnik-Hersteller

Das Modell basiert auf von Leybold, Edwards und Kurt J. Lesker veröffentlichten Zusammenhängen. Daten einer konkreten Pumpe sind stets im aktuellen Herstellerhandbuch zu bestätigen.

Pumpenauslegung in der Praxis

Häufige Fragen zur Vakuumpumpen-Auslegung

Das Rechenergebnis ist ein Ausgangspunkt für die Auswahl von Architektur und Katalogmodellen. Die endgültige Auslegung muss die reale Anlage und Herstellerkennlinien berücksichtigen.

Welche Daten werden zur Auslegung einer Vakuumpumpe benötigt?

Grundlegend sind Kammervolumen, Anfangs- und Zieldruck, geforderte Abpumpzeit sowie Durchmesser und Länge der Verbindung. Für ein genaueres Ergebnis werden außerdem Oberfläche, Ausgasungsrate, Leckrate und Prozesslast benötigt.

Warum ist das Nennsaugvermögen höher als das benötigte Saugvermögen an der Kammer?

Leitungen, Ventile, Bögen und Filter begrenzen den Leitwert, sodass an der Kammer nur ein Teil des Nennsaugvermögens verfügbar ist. Je enger oder länger die Verbindung, desto größer die Differenz.

Reicht das Ergebnis für den Kauf einer konkreten Pumpe?

Nein. Es handelt sich um eine Vorbemessung. Vor dem Kauf sind S(p)-Kennlinie, Enddruck, maximaler Gasdurchsatz, zulässiger Vorvakuumdruck, Anschlüsse, Prozessmedium und Materialverträglichkeit zu prüfen.

Wann wird ein zweistufiges Pumpsystem benötigt?

Für Hoch- und Ultrahochvakuum benötigt die Hauptpumpe, etwa eine Turbomolekularpumpe, eine Vorpumpe. Der Rechner trennt dann das Abpumpen ab Atmosphärendruck von der Hochvakuumstufe.